Das Weltall. Unendliche Weiten…

Mehrere Prominente, unter anderem James Cameron (ihr erinnert euch?) und Larry „Don’t be evil“ Page, haben gemeinsam das Unternehmen „Planetary Resources“ gegründet. So verkündete heute Golem.de.

Ich finde dass überaus spannend, weil eventuell langsam das passiert, was ich seit Jahren mit Vorfreude erwarte. Die Raumfahrt wird kommerzialisiert und folglich werden erste Konzepte erwogen, unseren Planeten nicht nur für die Forschung zu verlassen und Touristen mit dickem Geldbeutel etwas Besonderes zu bieten. Sondern auch die Industrie könnte das Weltall demnächst nicht nur als Labor betrachten, sondern als Gewinnfeld. In diesem Falle geht es aller Voraussicht endlich um das, was mich irgendwie am meisten faszinieren würde: Der Abbau von Rohstoffen auf extraterrestrischen Objekte. Für die Fremdsprachenverweigerer unter euch: Planeten, Asteroiden, usw.

Natürlich ist abzusehen, dass noch Jahrzehnte vergehen könnten, bis eine erste kommerzielle Abbaumission startet. Außerdem ist noch gar nicht geklärt, wie das ganze funktionieren soll. Ideen gibt es nicht nur dank Science-Fiction genug. Beispielsweise  autonome Robotersonden, die zu einem Asteroiden fliegen, dort festmachen und ihn per angebrachtem Triebwerk in Erdnähe bugsieren (das würde vermutlich Jahre dauern, wenn man die Masseträgheit bedenkt), wo er dann von einer Raffinerie in geostationärer Umlaufbahn abgebaut wird. Oder aber ein größeres Schiff mit eingebauter Raffinerie fliegt hin und höhlt das betroffene Objekt aus und wandelt alles in schöne Barren und Produkte um, die dann leichter transportiert werden könnten. Interessant wäre auch bei ersterem Vorschlag, wenn der übrig bleibende Asteroidenkörper dann als Kern für eine Raumstation dienen würde. Wäre natürlich kniffelig, da die Spannung aufgrund der Temperaturunterschiede (innen Menschen und Technik mit entsprechendem Wärmeausstoß, außen frostige paar Kelvin) nicht unerheblich sein dürfte…

Da ich schon anfange, mir wieder tausend Sachen zum Thema auszumalen, will ich aber auch ein wenig bremsen (vor allem mich). Momentan ist noch gar nichts spruchreif. Vielleicht wird aus dem ganzen Vorhaben überhaupt nichts und es ist nur PR, um im Gespräch zu bleiben. Vielleicht ist es auch ernst gemeint, scheitert dann aber an der Finanzierung oder der Machbarkeit. Oder ein überdimensionales KaninchenMeerschwein frisst die Erde auf. Das weiß keiner.

Spannend fände ich es trotzdem…