Mona Lisas Lächeln – Zynische Betrachtung der Realität

Es ist beeindruckend, wie wenig sich seit 60 Jahren geändert hat. Ich schaue gerade – mal wieder – Mona Lisas Lächeln und irgendwie erschreckt es schon, wie groß die Parallelen sind.

Damals wie heute gehen junge Frauen studieren in Fächern, die mehr erfordern als hübsch zu sein oder kochen zu können, sondern viel mehr Denkleistungen, die weit über den Durchschnitt der Bevölkerung hinausgehen. Und dennoch ist es auch heute nicht möglich, das Frauen problemlos Führungspositionen in Unternehmen erreichen, einfach, weil sie die Kompetenzen dazu haben.Und selbst wenn sie aus welchen Gründen auch immer so eine Position erreicht haben, konnten sie das oft nur, weil sie mehr geleistet haben als gleich- oder weniger kompetente Männer, weil sie noch mehr beweisen mussten, das sie diese Position verdient haben.

Heißt das aber, dass sie wenigstens dann mit dem Wettbewerb aufhören können? Nein, mitnichten. Sie müssen auch dann den offen oder hinter der Hand geäußerten Spott von Männern ertragen, die ihre eigenen Ängste, nicht gut genug zu sein, dadurch kompensieren, das sie Frauen auf biologische Attribute und mittelalterliche Rollenklischees reduzieren. Macht ein Mann einen Fehler in seinem Job, wird darüber hinweg gesehen und ihm einfach eine weitere Chance gegeben. Macht eine Frau in der gleichen Position den gleichen Fehler, wird dies auf ihr Chromosomensetting zurückgeführt.

Das ist zum brechen.